nach Miguel Cervantes
Bearbeitung und Regie: Christoph Brück 

 

„Denkt daran, dass es Verrückte waren,
die die Welt veränderten„

Sancho Pansa“ 9. Bild, 3. Szene

 

2013 - Der Vinschgau spielt wieder Theater …und alle sollen etwas davon haben! 

Die Entscheidung, wieder ein Bezirksspiel zu inszenieren, ist Schritt für Schritt erfolgt und wurde von vielen kritisch begleitet. Das war gut so. Dadurch war der Bezirksausschuss gezwungen, sich anzustrengen und keine halben Lösungen anzustreben. Keine halbe Lösung, aber ein Wagnis war die Entscheidung, Miguel de Cervantes‘ Erfolgsroman „Don Quijote” erstmals im Bezirk mit Vinschger Darstellern auf die Bühne zu bringen. Es war auch keine halbe Lösung, Christoph Brück als Regisseur zu gewinnen und von seiner reichen und internationalen Erfahrung zu profitieren. Christoph Brück hat Spieler und Helfer mit viel Geduld aufgebaut, hat ihre Vielseitigkeit entdeckt, ihre Talente geweckt und sie zu Höchstleistungen angespornt.


Der Bezirksauschuß von 2013 : 
Bezirksobmann Arnold Pirhofer, Latsch
Schriftführerin Heidemarie Stecher, Laas
Obmann-Stellvertreterin Roswitha Tappeiner, Tschengls
Öffentlichkeitsarbeit Veronika Fliri, Schlanders
Kinder- u. Jugendarbeit Alfons Paulmichl, Prad
Mitglied Pankratius Eller, Stilfs
Mitglied Konrad Lechthaler, Kortsch

 
Die Inszenierung wurde ein voller Erfolg

 

Die Proben wurden in Blöcken abgehalten. Der erste 3 wöchige Block im September 2012, ein weiterer 14 tägiger im November 2012 und dann vom März -Mai 2013.

Im Laufe der Probenzeit und der darauffolgenden Aufführungen konnten sehr viele Interessierte am Projekt beteiligt werden und es boten sich Weiterbildungen in allen  Bereichen das Theaters. Es entstanden übergemeindliche Verbindungen die ein schnelleres und effektiveres Organisieren von Requisiten und Kostümen möglich machten, sodass fast alles was für die Produktion nötig war aus der näheren Umgebung stammte. Insgesamt waren ca. 60 ehrenamtliche Helfer am Projekt Don Quijote beteiligt und es ist gelungen auch über das Tal hinaus viel Zuspruch und Anerkennung zu erhalten.
Im Mai 2013 fanden insgesamt 13 Aufführungen statt, darunter auch eine Schülervorstellung für Oberschüler.
In den darauffolgenden Monaten des Jahres unterstützten die Mitglieder des Vereins einige Theaterbühnen im Bezirk bei den Vorbereitungen und Proben ihrer Stücke.

Schon als am 16. Juni 2013 der Vorhang nach der letzten, wieder bis auf den letzten Platz besetzten Aufführung des Don Quijote von Christoph Brück fiel, war Spielern und Mitwirkenden klar: “Das kann und soll es nicht gewesen sein.“

Es wurden Ideen ausgetauscht, Vorschläge gemacht, Pläne geschmiedet wie es weiter gehen soll und schnell war man sich einig; Don Quijote soll nicht das letzte Mal den Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Vernunft und Wahnsinn und für die Freiheit und die Liebe ausgefochten haben. Die Wiederaufnahme für 2014 war bald beschlossene Sache.

 


 

 


Markus Gamper (Goldrain) - DON QUIJOTE
Gustav Gurschler (Schnals) - SANCHO PANSA
Rudi Hölbling (Mals) - ROSINANTE

Romana Rettenbacher (Latsch) Theresa, Wäscherin, Hochzeitsgast, Sträfling, Kammerherrin
Irene Bernhart (Kastelbell) Wirtin, Hochzeitsgast, Herzogin Altisidora, Hure
Martina Stocker (Morter / Wien) Maritornes, Quitteria, Gesellschafterin, Bote
Christian Telser (Kortsch) Wirt, Amme, Kutscher, Henker, Herzog Don Rodrigo, 2. Herr
Daniel Clemente (Kortsch / Innsbruck) Alter, Basilio, Gesellschafter, Hirte, Sträfling
Karl Fleischmann (Kortsch) Alter, Pfarrer, 2. Mönch, Sträfling, 1. Herr, Gesellschafter, Falsche Dulcinea
Hans Peter Plagg (Mals) Dörfler, Camacho, Sträfling, Bauer, Gesellschafter

 


 

 

Lieder -  Erwin Rau, Alvaro Solar
Musikalische Leitung -  Ernst Thoma (Mals)
Gitarre - Michaela Schölzhorn (Naturns)
Tanz - Heike Gruber Schönthaler (Kortsch)
Requisiten - Luzia Zelger (Kortsch)
Öffentlichkeitsarbeit - Günther Schöpf (Latsch)
Programmheft - Günther Schöpf (Latsch), Martin Trafoier (Kortsch), Konrad Lechthaler (Kortsch)
Kartenvorbestellung - Nadja Senoner (Schlanders)
Kassa & Finanzen - Susanne Kornexl (Schlanders)
Plakatwettbewerb in den Schulen - Veronika Fliri (Schlanders)
Probenmitarbeit - Veronika Fliri (Schlanders), Claudia Kuenz (Tschengls), Konrad Lechthaler (Kortsch), Christine Sachsalber (Latsch), Nadja Senoner (Schlanders), Heidemarie Stecher (Laas), Roswitha Tappeiner (Tschengls)
Archiv - Roswitha Tappeiner (Tschengls)
Videoaufnahmen - Thomas Gurschler & Team
Regie - Christoph Brück (München)
Gesamtleitung - Arnold Pirhofer (Latsch), Konrad Lechthaler (Kortsch)
Bühnenbau - Karl Fleischmann (Kortsch), Günther Wieser (Kortsch), Alfons Paulmichl (Prad), Karlheinz Seyfert (Kastelbell), Karl Trafoier (Kortsch), Sepp Punter (Mals)
Beleuchtung - Mainrad Angerer (Laas), Christof Fleischmann (Kortsch), Mathias Gemaßmer (Kortsch), Robert Perkmann (Latsch), Arnold Unterholzer (Schlanders), Paul Viertler (Kastelbell), Christian Fasolt (Goldrain)
Ton - Thomas Höllrigl (Latsch), Jonas Tröger (Kortsch)
Kostüme - Lore Stecher (Laas), Renate Rechenmacher (Kortsch), Karoline Pedross (Latsch), Elisabeth Wielander (Latsch), Roswitha Lingg (Schluderns)
Schminke - Johanna Notte (Mals), Maria Pernthaler (Schlanders), Rosina Eller (Langtaufers), Debora Frank (Burgeis), Tamara Hohenegger (Langtaufers), Manuela Emanuele (Latsch), Waltraud Mitterer (Latsch), Lara Notte (Mals), Heidi Plagg (Mals), Simone Sandbichler (Laatsch), Kathrin Stecher (Matsch)
Frisuren - Anja Haller (Schleis), Karin Federspiel (Burgeis), Thea Kofler (Latsch), Brunhilde Punter (St Valentin)


 

LIFE - Rai Südtirol - Der Vinschgau spielt Theater  

 

Hinter den Kulissen

 

 

 

Simmen aus dem Publikum:

 

Einer, der es am besten weiß

Sa. 15.06.13

Theater-Autor Toni Bernhart aus Prad zu „Don Quijote“ in Schlanders.


Sowas geschieht nur alle heiligen Zeiten

SCHLANDERS/PRAD. „Die Anstrengung war enorm, die Leistung der Schauspielerinnen und Schauspieler übermenschlich. Wenn in den letzten Wochen zahlreiche Bühnen des Vinschgaus in gemeinsamer Arbeit „Don Quijote“ nach Miguel de Cervantes auf die Bretter des Schlanderser Kulturhauses gebracht haben, war dies ein künstlerischer Höhepunkt im kulturellen Leben unseres Tales. Der Anspruch, diesen Mammutroman der Weltliteratur aus dem Jahre 1605 in einer Bühnenfassung zu spielen, war ein Ereignis, das tatsächlich nur alle heiligen Zeiten einmal stattfinden kann. Markus Gamper, Gustav Gurschler und Rudi Hölbling in den Hauptrollen und sieben weitere Darstellerinnen und Darsteller gaben ihr Bestes, um Christoph Brücks „Don Quijote“-Fassung“ auf die Bühne und den Vinschgern zu Gemüte zu bringen. Der Abend war stimmungsvoll und kurzweilig, streckenweise etwas atemlos, aber insgesamt ist jetzt schon klar, dass die Aufführung ein Glanzlicht im heurigen Südtiroler Theaterleben war. Das Publikum dankte es allen Beteiligten auf und hinter der Bühne mit lang anhaltendem Applaus“. „Don Quijote“ endet mit den Aufführungen heute Samstag um 20 Uhr und morgen Sonntag um 17 Uhr.

 

Ein Fest der Sinne

Di. 04.06.13

Die Aufführung war eine Augenweide

Christl Gamper, Bibliothekarin in Algund: "Phantastisch, mit welchem Feingefühl für Stimmungen und Farben der Regisseur das Stück inszeniert hat.

 

Da kann man nur begeistert sein

Mo. 03.06.13

Lorenz Marsoner, ehemaliger Spielleiter der Volksbühne Latsch und Förderer von Markus Gamper in der Rolle des Don Quijote.

Eine ungemein stimmige Inszenierung und eine große Leistung der Darsteller. Vor allem in der Auswahl der Kostüme hat der Regsiseur eine glückliche Hand bewiesen. Die Kostüme tragen viel zu dieser rundum gelungenen Inszenierung bei. Bei so viel technischer Raffinesse, so vielen Details und so viel Spielfreude kann man nur begeistert sein.

 

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Fr. 31.05.13

Toni Bernhart, Prad - Berlin

"Die Gründlichkeit und Präzision der Darsteller"

 

Das Land ist voll von Don Quijotterien

Fr. 31.05.13

Eine Besucherin an Christoph Brück: Wo im Vinschgau wird gegen Windmühlen gekämpft?

Antwort: "Da möchte ich mich jetzt nicht festlegen. Ich werde mich hüten, ihrem schönen Vinschgau zu nahe zu treten. Aber ich habe versucht, den Darstellern klar zu machen, dass keine Region ausgenommen ist. Dass man überall unmöglichen Dingen nachjagt."

 

Don Quijote ist ein einziger Eycatcher

Do. 30.05.13

Natürlich ist das ganze Stück ein einziger Blickfang, aber das Verblüffende liegt im Detail.

Die Kömödie des Herrn Miguel de Cervantes - genauer das, was Christoph Brück in seiner Bearbeitung daraus gemacht hat, ist voller Eycatcher, neudeutsch für Blickfang. In erster Linie ist es der geniale Einsatz der Scheinwerfer, der zu umwerfenden und gleichzeitig berührenden Stimmungsbildern führt. Es lohnt sich aber, das Augenmerk auf den schrägen Bühnenboden zu richten. Nicht nur die Dachkammer von Sancho und Theresa ist dort verborgen. Es öffnet sich plötzlich das Grab des Camacho. Eine ebene Fläche ermöglicht das Aufpflanzen des Kreuzes. Das schlichte Brett ist wie der Steg über einen Fluss. Einmalig, wie der Regisseur die Kutsche der Herzogin aus einer Staubwolke auftauchen lässt. Verblüffend einfach und beeindruckend stimmungsvoll, wie er dem Gouverneur Sancho eine Insel vorgaukelt und die Untertanen im Schiff als Seeleute zu hawaiianischer Musik die Bühne betreten lässt. Das Maximum an Ideenreichtum uind Handwerkskunst liegt aber im Gaul Rosinante. Rudi Hölbling aus Mals, halb Mensch, halb Pferd, musikalisch von der Mähne bis zum Huf, wird zum Publikumsliebling.

 

 

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